Informationen
zur Honigproduktion
Für die Entstehung des Blütenhonigs sammeln die Bienen Nektar aus den blühenden Pflanzen. Da das Pflanzenangebot regional und auch saisonal schnell und stark variiert, hat jeder Honig abhängig von der Zusammensetzung des Blütenangebots eine einzigartige Geschmacks- und sogar Farbnote. Der eingesammelte Nektar wird von der Sammelbiene in ihrer Honigblase transportiert und dort bereits mit Enzymen angereichert und an die Stockbienen übergeben. Diese nehmen den Nektar wieder auf und geben diesen mehrmals weiter. Bei jedem weitergeben an andere Bienen, wird der Nektar getrocknet und weiter verarbeitet. Dazu gehört auch, dass Inhalte dazu gegeben werden, die antibakteriell wirken. Der Honig wird immer wieder in Waben zwischengelagert und sobald der Wassergehalt reduziert wurde und der Honig reif ist, verschliessen die Bienen die volle Honigwabenzelle mit einer feinen Wachsschicht und konservieren ihn so für die kommenden Winter. Für den sogenannten Waldhonig, ist der Prozess fast identisch. Er entsteht jedoch nicht aus Nektar, sondern aus Honigtau. Dieser entsteht, wenn die pflanzensaugenden Blattläuse einen Teil der zuckerhaltigen Pflanzensäfte wieder ausscheiden und diese zuckersüssen Tropfen auf den Blättern oder Nadeln etwas eintrocknen und so die Bienen anlocken und zum sammeln anregen.
Entstehung von Honig
Sobald die Waben verdeckelt sind mit der zuvor beschriebenen Wachsschicht, weiss der Imker das die Ernte bald erfolgen kann. Zu wässeriger Honig würde gären und dem Honig in seiner Qualität schaden. Die erste Ernte besteht in unser Region aus dem Blütenhonig und ist je nach Jahr und Wetter Ende Mai bis Juni. Der Waldhonig wird nach der blütenreichen Saison eingetragen und kann somit Ende Juli bis August geerntet werden. Die Imkerin nimmt die reifen Waben aus dem Bienenvolk und wischt die Bienen ab, so das sie in ihrem Volk bleiben. In einem Verarbeitungsraum wird die Wachsschicht durch die Imkerin entfernt, dazu gibt es diverse Hilfsmittel und Möglichkeiten. Hervor kommt der flüssige Honig. Damit der Honig aus der Wabe mobilisiert werden kann, werden die abgedeckelten Waben in eine Honigschleuder eingelegt und durch die Schleuderkräfte herausgeschleudert. Durch ein spezielles Sieb wird der abfliessende Honig grob gereinigt von möglichen Wachsstücken und in geeignete Gefässe abgefüllt. Honig ist ein Naturprodukt und die Ernte keine Selbstverständlichkeit. In regnerischen Sommermonaten und/oder in Nektar- und Honigtauarmen Regionen oder Zeiten, kann nicht davon ausgegangen werden, dass ausreichend Honig für den Eigenbedarf der Bienen und schon gar nicht für den Menschen produziert werden kann. Zudem kann es auch vorkommen, dass der Waldhonig nicht typisch dunkel und flüssig ist, sondern noch Blütenhonig enthält und somit geschmacklich und optisch variiert – je nach Zusammensetzung der Inhalte.
Die Honigernte
Verarbeitung von Honig –
der Weg ins Glas
Der geerntete Honig wird mehrere Tage stehen gelassen. Dadurch sammelt sich auf der Oberfläche der Honigschaum, welcher aus optischen Gründen abgezogen wird. Dann kann der Honig in die gewünschten Gläser abgefüllt und beschriftet werden. Blütenhonig muss oft nochmals etwas erwärmt werden, damit dieser erneut flüssig wird und sich überhaupt abfüllen lässt, da er durch die Kristallisation des Zuckers hart geworden ist. Blütenhonig kann auch Intensiv gerührt werden, damit eine cremige Konsistenz bleibt. Ungerührt würde er durch die erwähnte Kristallisation wieder hart, geschmacklich jedoch unverändert bleiben.