Das Bienenvolk

Die Königin

In jedem gesunden Bienenvolk lebt eine Königin. Sie wird nur entstehen, wenn ein Volk sich entscheidet sich zu vermehren oder die alte Königin zu ersetzen. Dazu bereiten die Bienen bereits eine spezielle Zelle vor, worin die Königin ein Ei legt. Dieses Ei wird mit dem sogenannten Glée-Royale gefüttert und da die entstehende Königin grösser ist, als eine Biene im gleichen Alter, ist die mit wachsende Zelle gut sichtbar in der die junge Königin heranwächst. Auch nachdem die junge Königin geschlüpft und frei im Bienenvolk unterwegs ist, ist sie durch ihren im Vergleich längeren Hinterleib mal mehr und mal weniger deutlich von blossem Auge auf einer vollen Bienenwabe erkennbar. Die Königin wird nach wenigen Tagen geschlechtsreif und fliegt deshalb in ihrem Leben bis zu drei Mal aus, damit sie von mehreren Drohen begattet werden kann und sie die Zukunft des Volkes durch ihre Eiablage sichern kann. Sie ist verantwortlich, dass das Volk weiter wachst und steuert mit ihren Duftstoffen diverse Aufgaben in Bienenvolk. Die Königin kann weibliche Brut, aus welcher sich Bienen und männliche Brut aus deren sich Drohen entwickeln, legen. In den Sommermonaten legt eine Königin bis zu 1200 Eier pro Tag. Wie auch eine menschliche Adelsdame, hat auch eine Bienenkönigin ihren Hofstaat mit circa zwölf Bienen die sie pflegen, füttern und umsorgen. Sie hat eine Lebensdauer von circa 5 Jahren.

Der Lebenskreislauf der Honigbiene ist sehr vielfältig und ihre Lebensdauer ist abhängig von den Jahreszeiten. Im Frühjahr und in den Sommermonaten in denen die Bienen sehr arbeitstätig sind, sterben sie nach circa 35 Tagen. Im Spätherbst werden die sogenannten Winterbienen schlüpfen, die den ganzen Winter über Arbeiten im Bienenvolk, in einer Art Winterruhe ausführen. Ihre Lebenszeit endet im Frühling, wenn die neuen Bienen nach Wiederaufnahme der Eilage durch die Königin schlüpfen und somit die Volksstärke aber auch die Arbeiten wieder intensiver werden. Die Biene übt ihn ihrem Leben diverse Aufgaben aus. Als erstes reinigt sie die Wabenzelle aus der sie unmittelbar zuvor geschlüpft ist, danach wärmt und füttert sie die Brut von ihren jüngeren Geschwistern. Nach etwa 14 Tagen beginnt sie mit der Produktion von Wachs und hilft beim Wabenbau mit, bevor sie von den einfliegenden Bienen Güter von Nektar, Pollen und Honig entgegen nimmt und diese in die Waben einträgt und verarbeitet. Zudem sorgt sie in diesem alter für eine gute Stockbelüftung im Volk, dies durch unterschiedliche Techniken des Flügelschlags. Bevor die Biene ausfliegt und wir sie in unserem Garten wahrnehmen, durchläuft sie eine letzte Station im Bienenvolk und sie wird zur sogenannten «Wächterbiene». Sie verhindert, dass fremde Bienen aus einem anderen Volk zum Futterraub in das ihre kommen und auch andere Eindringlinge abgewehrt werden. Nach ungefähr 22 Tagen fliegt sie selber aus und sammelt Wasser, Pollen, Nektar und Propolis ein.In den Sommermonaten und somit auch in den Spitzenzeiten der Population, können pro Volk über 30’000 Bienen leben- natürlich gibt es immer grössere und kleiner Völker. Grundsätzlich kann auch eine Biene Eier legen, dies macht sie in der Regel nur, wenn die Königin verstorben und keine Neue in Aussicht ist. Aus den Eiern der Beine entstehen jedoch nur männliche Bienen die sogenannten Drohnen, was dazu führt das ein Volk nicht überlebensf.hig ist und sich früher oder später auflöst.

Die Biene

Die Drohne

Die Drohen, also die männlichen Bienen, haben nicht viel mit «der fleissigen Biene» zu tun . Sie werden zu Beginn des Frühlings und während des Sommers von der Königin gelegt und in den ersten Tagen umfänglich von den Bienen umsorgt und gefüttert bis sie sich schliesslich selbst an den Futtervorräten bedienen. Nach circa 8 Tagen verlässt die Drohne kurz das Bienenvolk und fliegt aus, um sich ein Bild von der Umgebung zu machen. Sobald sie Geschlechtsreif sind, werden die Flüge und die Flugzeiten länger und sie lassen gerne um die 7km zurück auf der Suche nach einer Königin. Sie sind nicht besonders Volkstreu und werden von anderen Völker aufgenommen. In der Hauptsaison können pro Volk um die 2’000 Drohen leben. Sobald die Paarungszeit und der Sommer zu Ende geht oder das Futter knapp wird, werden die noch vorhandnen Drohnen gerne aus den Völkern geworfen, da sie nebst dem hohen Futterverbrauch auch keinen Nutzen mehr für das Volk haben. Die Drohne kann bis zu 50 Tage alt werden und ist optisch deutlich zu erkennen durch ihre allgemein massivere, jedoch stachellose Statur